
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH
Reflexion und Austausch über soziale Ungleichheit im Bildungsbereich

Ein Projekt der John Dewey Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie
Klassismus ist eine oft übersehene Form der Diskriminierung, die jedoch tiefgreifende Auswirkungen auf das soziale Gefüge unserer Gesellschaft hat. Um das Bewusstsein für diese Problematik zu schärfen, hat die John Dewey Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie in Zusammenarbeit mit Francis Seeck ein innovatives Kartenset entwickelt. Diese Konversationskarten dienen als Werkzeug, um die eigene Position im Kontext von Klassismus zu reflektieren und darüber in den Dialog zu treten.
Das Hauptziel der Konversationskarten ist es, Menschen zu ermutigen, ihre eigenen Privilegien oder Betroffenheit im Zusammenhang mit Klassismus zu erkennen. Durch den Austausch von Erfahrungen sollen verschiedene Perspektiven sichtbar gemacht und ein offener Dialog gefördert werden.
Die Karten sind besonders wertvoll im Rahmen der politischen Bildung, da sie dazu anregen, über Normen und individuelle Bildungswege nachzudenken. Sie bieten eine Plattform, um sowohl gemeinsame als auch unterschiedliche Erfahrungen zu diskutieren und dadurch das Verständnis für soziale Ungleichheiten zu vertiefen.
Das Kartenset richtet sich an Personen ab 6 Jahren und kann sowohl in Einzel- als auch in Gruppensettings verwendet werden. Mit einem Zeitaufwand von etwa 15 Minuten pro Sitzung sind sie flexibel einsetzbar und eignen sich für den Einsatz in Schulen und Bildungseinrichtungen.
„Wann hast du dich das letzte Mal gefragt: Entspricht dein Bildungsweg der Norm?"Redaktionstipp
Die Materialien sind so konzipiert, dass sie Diversität und Lebensweltenorientierung berücksichtigen. Sie umfassen Arbeitsblätter, Vorlagen und methodische Anleitungen, die von der John-Dewey-Forschungsstelle bereitgestellt werden.
Die Konversationskarten zum Thema Klassismus sind ein wertvolles Instrument, um das Bewusstsein für soziale Ungleichheiten zu schärfen und einen Dialog über diese wichtige Thematik zu fördern. Sie unterstützen die Selbstreflexion und den Austausch über persönliche Erfahrungen und tragen somit zur Förderung einer inklusiveren Gesellschaft bei.